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Wasserkraft zählt in vielen Entwicklungsländern zu
den Hauptlieferanten an elektrischen Strom.
Allerdings handelt es sich häufig um riesige
Prestigeprojekte, die zu großen Problemen, wie
erzwungenen Umsiedlungen, führen können. Kleine
Wasserkraftanlagen dagegen können sich optimal in
das Landschaftsbild einfügen und liefern konstant
Energie.
Es gibt
unterschiedliche Arten von Wasserturbinen, die je
nach Wassermenge, Fallhöhe und Herstellung einen
unterschiedlichen optimalen Einsatz erlauben. GREEN
STEP verwendet kleine Durchström- oder Banki-Turbinen
zum Laden von Batterien. Das Konstruktionsprinzip
ähnelt dem eines Hamsterlaufrades. Die Turbine wird,
entgegen dem Prinzip einer gewöhnlichen, axial oder
radial durchströmten Turbine, quer durchströmt. Das
Wasser tritt, ähnlich einem Wasserrad, am Umfang ein
und nach Durchlaufen des Laufradinneren
gegenüberliegend wieder aus. Durch den doppelten
Aufschlag ergibt sich eine vergleichsweise bessere
Wirkung und damit ein gewisser
Selbstreinigungseffekt bzw. Schmutzresistenz. Die
Durchströmturbine zählt nach ihrer spezifischen
Drehzahl zu den Langsamläufern.
oben: Das Konstruktionsprinzip einer Banki-Wasserturbine (Quelle: www.globe-energy.pl)
rechts: Die Bomana Wasserfälle in Kamerun. Viele
Entwicklungsländer sind reich an Wasserläufen zur
Stromgewinnung.
Der Spitzenwirkungsgrad einer Banki-Turbine ist
leicht geringer als der von anderen Wasserturbinen,
aber um ein Vielfaches höher als der von
Wasserrädern. Da sich sowohl die Schaufeln als auch
der Wassereinlass mit einfachen Mitteln konstruieren
lässt, eignet sich diese Turbine ganz besonders für
den Einsatz in Entwicklungsländer. Auch auf den Bau
einer langen Druckleitung kann verzichtet werden, da
die Turbine bei niedrigen Höhen bereits effizient
arbeitet. Das spart Material und Kosten.
Bei geeigneter Topografie kann auch der
Permanentmagnetgenerator, der bei den
Windkraftanlagen verwendet wird, zum Einsatz kommen.