Sie möchten mehr über unsere Arbeit erfahren? Unser Newsletter informiert Sie
alle 2 Monate über die Tätigkeit des Vereins und unsere Projekte.
Unterstützen
Sie uns
Hilfe zur Selbsthilfe
Helfen Sie uns soziale Einrichtungen zu elektrifizieren,
unterstützen Sie unsere Umweltbildungsmaßnahmen, statten Sie
mit uns unsere Schulwerkstatt in Kamerun aus oder werden Sie
Mitglied bei uns und helfen Sie aktiv mit. Leisten Sie Ihren
Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.
Nachhaltiger Landbau verbindet alte Traditionen mit
neuesten biologischen Erkenntnissen. Es wird
weitgehend auf exzessiven Einsatz von Düngemitteln
oder anderen chemischen Substanzen, wie Pestiziden
oder Fungiziden verzichtet. Einen gleich bleibenden
Ertrag je Ackerfläche wird stattdessen durch
Mischkulturen, Fruchtwechsel und natürliche
Düngemittel erreicht.
oben: Der exzessive Anbau von Monokulturen zwingt
die Bauern zum Einsatz von Kunstdünger
rechts: Einheimische Kräuter und Gemüsearten sind
besser an das Klima und etwaige Schädlinge angepasst
als importierte Sorten
Unter Mischkultur versteht man den gleichzeitigen
Anbau verschiedener Gemüsearten auf einem Beet oder
Acker. Auf diese Art erreicht man eine optimale
Ausnutzung des Bodens.
Traditionell wurde Mischkultur schon in den alten
Bauerngärten gepflegt. Allerdings handelte es sich
dabei nicht um einen reinen Nutzgarten, sondern um
eine bewusste Mischung aus Gemüse und Blumen.
Zusätzlich kommt auch ein abgestimmter Fruchtwechsel
innerhalb des Gartenjahres zum Tragen. Dabei werden
beim Anbau verschiedener Gemüsearten immer solche
Arten zusammengefasst, die in ihrem Aussaat- und
Pflanztermin zusammenpassen, wobei eine
unterschiedliche Reifedauer und Erntezeit keine
Rolle spielt.
Positiv ist auch, dass durch bestimmte Kombinationen
Krankheiten und Schädlinge von den Beeten
ferngehalten werden. So schützen sich Möhren und
Zwiebeln gegenseitig vor der Zwiebel-,
beziehungsweise Möhrenfliege und Kohlarten und
Radieschen werden nicht von Erdflöhen befallen, wenn
in unmittelbarer Nähe Schnitt- oder Kopfsalat
angebaut wird. Außerdem werden die Nährstoffe besser
genutzt.
Damit den Nutzpflanzen genügend Nährstoffe zur
Verfügung stehen, werden kleine Kompostanlagen
angelegt. So kann der bisher ungenutzte
Biomasseabfall von Nutztieren oder Pflanzenresten in
wertvollen natürlichen Dünger umgewandelt werden.
Das Wissen um solche Anbaumethoden fehlt in
Entwicklungsländern häufig, denn oftmals ist das
angebaute Gemüse/Saatgut importiert und wird mit
Dünger und Pestizid geliefert. Es ist nicht bekannt,
dass durch die oben angedeuteten Techniken der
Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln drastisch
heruntergefahren werden kann.
Durch Schulung und durch die Anlage von
Projektfeldern leistet GREEN STEP hier
Aufklärungsarbeit und trägt somit zu einem
verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen
Ressourcen bei.
Mischkulturen und Kompostverwertung steigern den
Ertrag auf natürliche Weise.